Happy Valentine's Day!

Unlike every year before, I was fully aware of Valentine's Day approaching this February. Isa had mentioned it for the first time weeks ago and ever since, I kept being reminded persistently. Take yesterday, for instance:

I started working as a teacher's assistent in pre-primary 1 at the beginning of the month. Sometimes, the two of us can smalltalk a little while the children are copying something off the whiteboard or solving a task. Yesterday, teacher J. asked me whether I'd go out on Saturday to celebrate. In the afternoon, Lola and I went for a shopping spree in the nearest mall within walking distance as she wanted to buy some beauty supplies and I ran out of toothpaste. At the entrance of Naivas, a Kenyan supermarket chain, we walked past a large Valentine's setup with teddy bears, flowers and chocolate. And even the paper bag Lola received with her iced coffee at JavaHouse had hearts on it.

I was never so fond of Valentine's Day because I felt like it was very performative to (only) cherish your loved ones on one set date. Besides, I always thought it was an entirely capitalist invention – until I found out about its Christian origin when I researched it earlier.

Today, it's different. I still don't feel connected to any traditions surrounding Valentine's Day, but I do love it's granting me an occasion to write about love. I told teacher J. I'm not going out on Saturday and, no, I'm neither in a relationship nor intending to be, as I'm leaving Kenya again in 11 months. But truly, I am certain there is much more to love than the advertisment images for Valentine's dates make us believe.

I'm thinking of.

My best friend Lena, who is not my best friend in a hierarchical sense, but who has been carrying my heart for so long, she knows its story best. Who could have guessed being separated by 6300 km would only make me feel closer to you?

The letters, my pen pal Julia and I used to send one another, that could very much be considered love letters if we had a more expansive understanding of love.

My friend Siri, who greeted me with roses when I returned home from France last December.

All the romance hidden in friendships.

Now, I will spend the rest of my day chilling and cooking eggplant casserole for dinner with my Galentine, Lola.

Sorry this text is ending a bit abruptly. I'm busy celebrating love! xx

German translation below

Anders als in den Jahren zuvor war mir der bevorstehende Valentinstag diesen Februar völlig bewusst. Isa hatte ihn vor Wochen zum ersten Mal erwähnt, und seitdem wurde ich hartnäckig daran erinnert. Nehmen wir zum Beispiel gestern:

Ich habe Anfang des Monats begonnen, als Assistenzlehrkraft in der pre-primary 1 (Vorschulklasse) zu arbeiten. Manchmal können die Lehrerin (J.) der Klasse und ich ein wenig smalltalken, während die Kinder etwas von der Tafel abschreiben oder eine Aufgabe lösen. Gestern fragte sie mich, ob ich am Samstag zum Valentinstag ausgehen würde.

Nachmittags waren Lola und ich in der nächstgelegenen Mall einkaufen, da sie einige Kosmetikartikel und ich eine neue Tube Zahnpasta kaufen wollte. Am Eingang von Naivas, einer kenianischen Supermarktkette, kamen wir an einer großen Valentinstagsaufstellung mit Teddybären, Blumen und Schokolade vorbei. Und sogar die Papiertüte, die Lola zu ihrem Eiskaffee im JavaHouse bekam, war mit Herzen verziert.

Ich war nie ein großer Fan vom Valentinstag, weil ich das Gefühl hatte, es wäre sehr performativ, seine Liebsten (nur) an einem einzigen, festgelegten Tag zu feiern. Außerdem habe ich den Valentinstag immer für eine rein kapitalistische Erfindung gehalten, bis ich vorhin von seinem christlichen Ursprung gelesen habe.

Heute ist es anders. Ich fühle mich zwar noch immer nicht mit der Tradition des Valentinstags als solchem verbunden, aber ich freue mich, dass er mir die Gelegenheit gibt, über die Liebe zu schreiben. Ich habe J. gestern gesagt, dass ich am Samstag nicht ausgehen würde, und, dass ich weder in einer Beziehung sei noch plane, eine zu beginnen, da ich Kenia in elf Monaten wieder verlasse. Gleichzeitig bin ich mir vollkommen sicher, dass Liebe viel mehr ist, als die Werbebilder für Valentinstags-Dates uns glauben lassen wollen.

Ich denke an.

Meine beste Freundin Lena, die nicht meine beste Freundin in einem hierarchischen Sinne ist, aber mein Herz schon so lange mitträgt, dass sie seine Geschichte am besten kennt. Wer hätte gedacht, dass 6300 km Entfernung mich dir nur noch näher fühlen lassen würden?

Die Briefe, die meine Brieffreundin Julia und ich uns früher geschrieben haben – welche man durchaus als Liebesbriefe bezeichnen könnte, wenn wir ein breiteres, umfassenderes Verständnis von Liebe hätten.

Meine Freundin Siri, die mich letzten Dezember mit Rosen begrüßt hat, als ich aus Frankreich nachhause gekommen bin.

Ich denke an die Romantik, die meine Freundschaften bereichert, und dennoch in ihnen verborgen zu bleiben scheint.

Nun verbringe in den Rest des Tages entspannt mit meiner Galentine Lola und koche mit ihr später Auberginenauflauf zum Abendessen für alle.

Verzeiht mir, dass dieser Blogeintrag so abrupt endet. Ich bin jetzt beschäftigt, die Liebe zu feiern! xx